18. 8. – Christentum

Aus dem Tolstoi Kalender der Weisheit – 18. August

 Wahrheit  Joshua  

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Das Christentum ist wahr, weil es die weitläufigsten, abstraktesten Fragen beantwortet und gleichzeitig alle praktischen Lebensfragen löst. Es hat das Reich Gottes im geistigen Leben eines jeden Menschen und im geistigen Leben der Menschheit im Allgemeinen begründet. Tolstoi

Christus wurde in die Welt gesandt, um uns die frohe Botschaft zu bringen. Das war seine wichtigste Aufgabe. Aber wird das in seinem Namen gelehrt? Er wollte Knechtschaft in Freiheit verwandeln. Wird das in seinem Namen gelehrt? Wurden sie erfüllt, die Dinge, die er erfüllen wollte? Haben die Armen die frohe Botschaft gehört? Sind gebrochene Herzen geheilt worden? Können die Blinden sehen? Sind die Gefangenen von allen Fesseln befreit, und sind sie auf freiem Fuss? Nein. Christus hängt immer noch an seinem Kreuz und wartet auf seine Apostel. Mögen sie so bald wie möglich kommen, denn das Leiden ist schrecklich, und seine Augen sind es müde, nach Osten zu blicken und den Sonnenaufgang der Zeit des Herrn zu warten. Robert de Lamennais

Des Mystikers Sicht: Wir müssen alle Pfade und Wege zu Gott respektieren. Wenn ihr sie alle beschreitet und studiert, dann werdet ihr wunderschöne und wohlduftende Blumen finden, aber auch dunkles Gebüsch, aus dem giftige Schlangen hervorkommen. Auch im Christentum finden wir die Wahrheit als wunderschöne duftende Blumen. Aber möglicherweise haben wir im Christentum mehr dunkle Büsche als es früher je gegeben hat: Vorurteile in den verschiedenen Dogmen, und Giftschlangen, die hervorkommen und beißen. Wie viel Blutvergießen gab es schon im Namen des Herrn der Liebe! – Das ist menschliche Schwäche – während all der Jahrhunderte!

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Joshua Emanuel, der Christus, der Gottmensch, fragte seinen Vater in Gethsemane in der letzten Nacht, wenige Stunden, bevor er gefangen genommen wurde, er fragte also seinen Vater, ob es möglich wäre, diesen bitteren Kelch von ihm zu nehmen. Das war in hohem Grade missverstanden worden. Was war der Kelch, den von ihm zu nehmen er seinen Vater gebeten hatte? Die Kreuzigung? Die Foltern? Nein! Er sagte: „Wegen dieser Stunde bin ich gekommen, um zu beweisen, dass dieser materielle Körper nichts ist. Es zählt nur die Geist-Seele!“ In einem Augenblick hatte er gesehen, was folgen würde: die Verfolgungen, dann die Folterungen der Inquisitionen (Ketzergerichte) der Christen. Er bittet noch immer seinen Vater, diesen Kelch von ihm zu nehmen: dass Christen andere Christen töten!

Also, sogar im Christentum haben wir diese dunklen Büsche von Vorurteilen, Hass, Feindseligkeit, Böswilligkeit – wegen all dem ist der Gottmensch gekommen, um es wegzuschicken. Das Christentum lehrt: Liebe Gott und liebe alle anderen menschlichen Wesen nicht weniger als dein eigenes Selbst! Das bedeutet: Es ist die Lehre der Liebe. Dr. Stylianos Atteshlis bekannt als Daskalos

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