18. 12. – Die Welt verändern

Aus dem Tolstoi Kalender der Weisheit – 18. Dezember

Vervollkommnung   Erkenntnis        Film über Krishnamurti : Die Herausforderung sich zu ändern.

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Die Menschheit schreitet unaufhörlich auf die Vollkommenheit zu, nicht mit der Zustimmung eines jeden, sondern dank der Bemühung, die einige besondere Menschen für ihre eigene Vollkommnung auf sich nehmen. Das Reich Gottes wird durch diese einzelnen Bemühungen errichtet.  Tolstoi

Schäme dich nicht all deiner schlechten Taten und all deines Unglücks. Schäme dich nicht, sondern kämpfe unaufhörlich, tapfer und ohne zu zögern, denn das Reich Gottes wird kommen. F. Robert de Lamennais

Man hört immer wieder, es nütze nichts, an einem besseren Leben zu arbeiten, das Böse zu bekämpfen oder Gerechtigkeit einzuführen, weil der Fortschritt von selber stattfinde. Stell dir ein Boot vor, das auf einem Fluss dahingleitet. Stell dir vor, die unermüdlichen Ruderer hätten aufgehört zu rudern und seien an Land gegangen und die im Boot Verbliebenen kümmerten sich nicht darum, die Ruder aufzunehmen und das Boot weiter voranzutreiben, sondern glaubten, es gleite von selbst in die Zukunft wie zuvor.  Tolstoi

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Das Leben hat ohne Ziel keinen Sinn. Kein Ziel zu haben heisst, die Existenz Gottes zu leugnen und einzugestehen, dass das Leben ein böser, dummer Scherz ist. Giuseppe Mazzini

Die gesamte Menschheitsgeschichte beweist, dass man Gott erkennen kann, und zwar nicht durch Nachdenken, sondern durch Unterwerfung unter ihn und Gehorsam seinen Geboten gegenüber. Nur so ist sein Wille auf Erden zu erkennen. John Ruskin

Beziehungen sind ein Spiegel  – J. Krishnamurti

Selbsterkenntnis funktioniert nicht nach einem bestimmten Schema. Sie können zu einem Psychologen oder Psychoanalytiker gehen, um etwas über sich selbst herauszufinden, aber das hat nichts mit Selbsterkenntnis zu tun.

Selbsterkenntnis kommt zustande, wenn wir uns unserer selbst in Beziehungen bewusst sind, denn sie zeigen uns, was wir von Augenblick zu Augenblick sind. Beziehungen sind ein Spiegel, in dem wir uns sehen können, wie wir wirklich sind.

Aber die meisten von uns sind unfähig, sich selbst anzuschauen, wie sie in Beziehungen sind, denn sie fangen dann sofort an, zu verurteilen oder zu begründen, was sie sehen. Wir beurteilen, wir bewerten, wir vergleichen, wir lehnen ab oder sind einverstanden, aber wir beobachten nie wirklich, was ist – das scheint für die meisten die schwierigste Sache der Welt zu sein.

Doch das allein ist der Anfang der Selbsterkenntnis. Wenn man in der Lage ist, sich in diesem großartigen Spiegel der Beziehung zu sehen, wie man ist, einem Spiegel, der nichts verzerrt, und wenn man einfach mit voller Aufmerksamkeit in diesen Spiegel schauen und tatsächlich sehen kann, was ist, und sich dessen, ohne zu beurteilen oder zu bewerten, bewusst sein kann – und man tut das, wenn es einem ernst damit ist –,dann wird man herausfinden, dass der Geist fähig ist, sich selbst von jeglicher Konditionierung zu befreien. Und nur dann ist der Geist frei, um das zu entdecken, was jenseits der Ebene des Denkens existiert.

Wie gebildet oder wie kleinkariert der Geist auch sein mag, letztlich ist er bewusst oder unbewusst begrenzt, konditioniert, und jede Ausweitung dieser Konditionierung spielt sich immer noch innerhalb der Ebene des Denkens ab. Freiheit ist also etwas ganz anderes.  

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