1.Kapitel – Römer, Israeliten, Essener

Aus dem Buch: Joshua Immanuel der Christus: Sein Leben auf Erden und seine Lehre
Dr. Stylianos Atteshlis – bekannt als Daskalos
Herausgeber: The Stoa Series P.O.Box 8347, 2020 Nicosia – ISBN 9963-8162-3-1

Des Mystikers Sicht: Die Römer, die Israeliten, die Essener, die Griechen, die Beduinen.

Wohl hab’ ich selber gesagt, dass ihr Götter seid und Söhne des Höchsten allesamt…
(Psalm 82:6)

Die Römer

1. Die Römer waren die Eroberer, die Palästina eingenommen hatten und besetzt hielten. Palästina und fast alle Länder im Mittleren Osten waren unter römischer Herrschaft. Die Römer waren Heiden; sie verehrten die griechischen Götter des Olymps, gaben ihnen jedoch lateinische Namen. Sie sprachen lateinisch und griechisch.

2. Unter den vor zweitausend Jahren in Palästina lebenden Römer waren: der Statthalter und seine Familie; Offiziere und Angestellte der römischen Regierung und ihre Familien; Soldaten, Lanzenträger, Bogenschützen, Schwertträger und ihre Familien; römische Kaufleute sowie eine Anzahl von Römern, die sich aus verschiedenen Gründen in Palästina niedergelassen hatten.

3. Cäsar anerkannte den israelitischen König, der allerdings seiner Befehlsmacht und Oberherrschaft unterstellt war, sowie den israelitischen Sanhedrin, die höchste israelitische religiöse Behörde. Der höchstrangige Hohepriester hielt den Vorsitz und bestimmte die Mitglieder des ausführenden Organs des Sanhedrin, das aus Pharisäern, Schriftgelehrten und andern prominenten Persönlichkeiten zusammengestellt war.

4. Obwohl die Römer das Mosaische Gesetz barbarisch, grauenvoll und unmenschlich fanden, ermächtigten sie den Sanhedrin, dieses Gesetz auf nichtrömische Bürger, sowohl Israeliten als auch Essener, anzuwenden. Viele Israeliten und Essener wurden durch den Sanhedrin grausam hingerichtet, Brutale Steinigungen und Kreuzigungen waren keine Ausnahmen.

5. Im Auftrage Cäsars bot der römische Statthalter mit listiger Absicht den Israeliten und den Essenern das römische Bürgerrecht an. Als römische Bürger wären sie der Herrschaft des irrsinnigen Königs der Israeliten, Herodes, und des Sanhedrin nicht mehr unterstellt gewesen. Einige wohlhabende Israeliten nahmen dieses Angebot an.

Die Israeliten

6. Die Israeliten waren Mehrheit der Bevölkerung. Sie waren verschiedene Volksgruppen, wie Judäer, Galiläer, Samaritaner und andere. Sehr oft waren sie sich feindlich gesinnt. Die Israeliten sprachen hebräisch und aramäisch und einige griechisch. Sie glaubten an den Gott des Moses, den Einen Gott der Himmel und der Erde. Ihr Gott aber war grausam und eifersüchtig, ein Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied.

7. Ihr Gott war ein Gott der Rache mit vielen menschlichen Schwächen. Die Israeliten harrten schon lange auf den Messias – den Sohn Gottes – den Erlöser der Welt und den Befreier Palästinas.

Die Essener

8. Die Essener in Palästina waren Griechisch-Israeliten und wurden manchmal Nazarener genannt. Ihre Muttersprachen waren Griechisch und Aramäisch. Wie ihre israelitischen Brüder erwarteten auch die Essener das Kommen des Messias. Sie glaubten aber, dass er in Palästina in eine Essener Gemeinschaft geboren würde.

9. Sie waren ein friedliebendes Volk. Sie glaubten an den Einen Gott, Geist, Gott der Himmel und der Erde, Gott des immer währenden Lebens und der Liebe, an den allgegenwärtigen, allwissenden und allmächtigen Gott. Im Geist und in den Herzen der Essener lebte dieser Gott, Geist, Vater aller Menschen, Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, den sie ATON-AI nannten. Zwei Jahrhunderte nach dem Auszug der ägyptisch-israelitischen Sklaven unter der Führung von Moses aus Ägypten, hat der Pharao Amenophis IV. als Ankh-en-Aton den Kult der falschen Götter verurteilt und die Verehrung des Einen Gottes, Geist, in Ägypten eingeführt. Dieser Gott war der gleiche Gott, den die Essener anbeteten.*

10. Die größten Essener Gemeinden waren in Ägypten, hauptsächlich in Annu (Heliopolis) und in Iskenderia (Alexandrien). Es gab noch weitere Gemeinden im Mittleren Osten, in Palästina, in Syrien und in Zypern. Die meisten Essener in Palästina weigerten sich, das Bürgerrecht der heidnischen Römer anzunehmen und sich dadurch ganz von den Israeliten zu trennen. Somit blieben sie unter dem entsetzlichen Joch des Herodes und des Sanhedrin.

11. Der Sanhedrin betrachtete die Essener als Häretiker, war jedoch vorsichtig; er hat es nie offen ausgesprochen, da die meisten Schriftgelehrten und einige Pharisäer mit Essenern verwandt waren. Anderseits ließ der Sanhedrin aber keine Gelegenheit ungenutzt, um die Essener der Verletzung des Mosaischen Gesetzes zu bezichtigen.

Die Griechen

12. Die Griechen Palästinas waren römische Bürger, heidnische Verehrer der Götter und Göttinnen des Olymps. Sie waren Gelehrte, Künstler, Lehrer, Philosophen, Schriftsteller und Kaufleute. Sie sprachen griechisch und lateinisch; nur wenige sprachen aramäisch.

Die Beduinen

13. Die Beduinen Palästinas waren Nomaden arabischer Abstammung. Die meisten verehrten den Einen Gott der Himmel und der Erde, den Gott ihres Vaters Ibrahim (Abraham), den sie „Allah“ nannten. Einige beteten auch das Feuer und die Sterne an. Die Beduinen waren größtenteils Pferdezüchter. Ihre Sprachen waren Arabisch und Aramäisch. Einige wenige reiche Beduinen sprachen auch fließend griechisch und lateinisch.
*) Waren die Essener demzufolge Nachkommen der ägyptisch-israelitischen Sklaven, die in Ägypten geblieben waren und den Einen Gott, Geist, ATON anbeteten, den Ankh-en-Aton eingeführt hat?
Kann das nur ein Zufall sein?

2. Kapitel – Die Essener Familie