{"id":29039,"date":"2022-05-27T23:28:28","date_gmt":"2022-05-27T21:28:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/?page_id=29039"},"modified":"2025-03-10T17:25:37","modified_gmt":"2025-03-10T16:25:37","slug":"30-kapitel-die-anweisungen-des-gott-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/joshua\/30-kapitel-die-anweisungen-des-gott-2\/","title":{"rendered":"30. Kapitel: Die Anweisungen des Gottmenschen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua erkl\u00e4rt die Lehre, die aus seinem Tod und seiner Auferstehung zu ziehen ist.\u00a0 Er kehrt nach K\u2019far Nahum zur\u00fcck und lehrt. Der Gott-Mensch heilt Kinder von Beduinen. Er wiederholt in einem Vortrag, dass alle Menschen Kinder Alahas sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua wusste, dass die Zeit, in der er als Menschensohn die grobstoffliche Welt verlassen w\u00fcrde, n\u00e4her r\u00fcckte. Er gab seinen J\u00fcngern und denen, die ihm nachfolgten, Anweisungen auf Griechisch und Aram\u00e4isch: (Handschrift von Daskalos)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><em>Bedenket wohl, ich sende euch in die Welt wie Schafe mitten unter W\u00f6lfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben! Nehmet euch aber vor den Menschen in acht! Denn sie werden euch vor die Gerichtsh\u00f6fe stellen und in ihren Synagogen euch gei\u00dfeln.<\/em><em> (Matth\u00e4us 10:16-17)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua blieb sechs Tage in Yerushalayim. Fr\u00fch am Morgen des sechsten Tages ging er in den Tempel und fand Stephanos, Simon und Yiassounai still betend. Liebevoll t\u00e4tschelte er die K\u00f6pfe der Novizen, ehe er in das Allerheiligste eintrat, um still zu seinem Vater Alaha zu beten. Yiassounai, dem es erlaubt war dort hineinzugehen, hob den Vorhang und kniete hinter seinem Vielgeliebten. Seine Stirne ruhte auf der ersten Stufe vor dem Altar.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">(Seite 174) Als der Junge aufblickte, sah er aus Joshuas Schultern leuchtende Flammen lebendigen Feuers strahlen: gelb, rot, blau und violett. Yiassounai ging r\u00fcckw\u00e4rts aus dem Allerheiligsten und sah Yiohannan in der N\u00e4he des Vorhangs. Petros, Andreas, Philippos, Nathanael, Mattai und Simon sa\u00dfen zusammen. Stephanos legte berennende Kohle in das Weihrauchgef\u00e4\u00df, als der Rayis Rabbi Ephraim in den Tempel kam.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">In gedr\u00fcckter Stimmung a\u00dfen sie schweigend ihr Fr\u00fchst\u00fcck. Joshua sprach: <strong>\u201eGeliebte, ihr trauert, weil ich euch gesagt habe, dass der Sanhedrin mich verhaften und meinen K\u00f6rper kreuzigen<\/strong> <strong> Doch habe ich euch nicht auch<\/strong> <strong>gesagt, dass ich meinen K\u00f6rper auferstehen lassen und ihn dann heilen werde und dass ich in diesem K\u00f6rper zu euch kommen werde, um euch zu beweisen, dass ihr eure Seelen-Ego-Selbst seid, nicht eure grobstofflichen K\u00f6rper, und dass eure Seelen-Ego-Selbst unsterblich und immer w\u00e4hrendes Leben in Ewigkeit sind! Wie kann ich euch diese Wahrheit sonst beweisen? Warum l\u00f6st mein Versprechen nicht gro\u00dfe Freude in euren Herzen aus?<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Ehrw\u00fcrdiger Rayis Rabbi Ephraim, und ihr alle, Geliebte, bleibt ruhig, freuet euch. K\u00f6nnt ihr in mir Furcht oder Trauer entdecken, wenn ich die Kreuzigung meines K\u00f6rpers voraussehe? Es ist vielmehr das, was in den kommenden Jahrhunderten im Namen meines Vaters und in meinem Namen geschehen wird, was mir als Menschensohn Kummer macht.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Es wird Kriege und Verfolgungen geben. V\u00e4ter werden ihre Kinder t\u00f6ten, und Kinder ihre Eltern. Der Bruder wird den Bruder erschlagen. Ich bete zu Alaha, er m\u00f6ge diesen \u00fcberaus bitteren Kelch von mir wegnehmen. Doch wenn dies Sein Wille ist, wird sein Wille geschehen.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>In meiner EL Shaddai Selbstheit sind alle Menschen, die guten und die b\u00f6sen. Die b\u00f6sen sind eure Br\u00fcder, die sich verirrt haben. Sie leben in der Dunkelheit des Unwissens, doch eines Tages werden sie den Weg zur\u00fcck zur Wahrheit finden. <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Ihr<\/strong> <strong>m\u00fcsst jene lieben, deren Bed\u00fcrfnis f\u00fcr eure Liebe am gr\u00f6\u00dften ist. Ich habe euch Vielmals gesagt, ihr sollt jene lieben, die sich eure Feinde nennen, und f\u00fcr sie beten. In meiner El Shaddai Selbstheit bin ich \u00fcberall. Wo sich zwei oder drei in meinem Namen versammeln, bin ich mitten unter ihnen.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Am Mittag jenes Tages machte sich Joshua mit seinen Aposteln auf die Reise nach K\u2019far Nahum. Yiassounai und Stephanos luden Vorr\u00e4te auf die Wagen und schenkten Joshua, Yiohannan, Petros und Andreas herrlich duftende Blumen. Als die Wagen aus ihrer Sicht verschwunden waren, rannte Yiassounai in sein Zimmer und warf sich weinend auf sein Bett. Stephanos lie\u00df ihn allein; er verstand Yiassounais Gef\u00fchle nur zu gut.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Die Wagen fuhren Tag und Nacht; sie machten nur kurze Ruhepausen in Jerikho, Keruchim, Beth Shean, Senabris am s\u00fcdwestlichen Ufer des See Genezareth, Tiberias und Magdala bis sie eine Stunde vor Sonnenaufgang in K\u2019far Nahum ankamen. Die Reise hatte eineinhalb Tage und zwei N\u00e4chte gedauert. Philippos und Simon hatten von Zeit zu Zeit die beiden Yiacoubs abgel\u00f6st, die die Pferde f\u00fchrten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua begab sich sogleich zum Tempel, den Is-shaak und Manasseh gerade reinigten, und betrat das Allerheiligste. Simon wollte vor dem Morgengottesdienst ein paar Minuten in seinem Zimmer ausruhen. Petros und Andreas gingen nach Hause. Als der Rayis Rabbi f\u00fcr den Morgengottesdienst zur Lobpreisung Alahas den Tempel betrat, warteten Joshua, Simon und Philippos bereits auf ihn.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Nach dem Gottesdienst bat Joshua Yiacoub, Yioussoufs Sohn, die Heiler J\u00fcnger am Nachmittag in der Synagoge f\u00fcr den Unterricht zu versammeln. Es waren mehr als zweihundert in der Synagoge, Essener, Israeliten und G\u00e4ste der israelitischen Heiler-J\u00fcnger. Viele mussten stehen. Unter den G\u00e4sten waren drei israelitische Rabbis, zwei kamen aus Bethsaida, einer aus Magdala. Joshua betrat die Synagoge zusammen mit dem Essener Rayis Rabbi und Simon, dem Kanaaniter. In seinem langen, schneewei\u00dfen Gewand und in seiner leuchtenden Aura glich Joshua einem Erzengel. Mit hocherhobenen Armen sprach er sein Gebet zur Lobpreisung Alahas.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>\u201eGeliebte\u201c<\/strong>, sagte er, <strong>\u201eihr alle, Kinder Alahas. Entfernt jeden b\u00f6sen Gedanken, jedes schlechte Gef\u00fchl, \u00fcber eure Br\u00fcder ganz aus eurem Geist und euren Herzen. Solange ihr in der grobstofflichen Welt, der Welt der Existenz, der Welt der Getrenntheit lebt, werdet ihr Meinungsverschiedenheiten haben; lasst aber diese Probleme nicht euren Geist und eure Herzen mit Hass und Unmut gegen eure Schwestern und Br\u00fcder f\u00fcllen. Denn alle Menschen sind Br\u00fcder und Schwestern, Kinder Alahas, unseres<\/strong> <strong>himmlischen Vaters.\u201c<\/strong> Joshua sagte mit Nachdruck: (Seite 175) (Handschrift von Daskalos)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">\u201e<em>Ihr habt geh\u00f6rt, dass geboten worden ist: \u201eDu sollst deine Freunde lieben und deine Feinde hassen!\u201c Ich dagegen sage euch: \u201eLiebet jene, die sich eure Feinde nennen. Segnet jene, die sich eure Feinde nennen. Segnet jene, die euch verfluchen. Tut Gutes jenen, die euch hassen, und bittet Alaha, jenen zu vergeben, die euch beleidigen und verfolgen.\u201c (Matth\u00e4us 5:43-44)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Die israelitischen Rabbis waren durch Joshuas Worte beunruhigt und der Rabbi von Bethsaida verlangte das Wort. \u201eMein lieber Rabbi\u201c, sagte er bestimmt, \u201ewiderspricht das, was du predigst, nicht dem Mosaischen Gesetz? Es kann doch nicht dein Ernst sein. Wenn jemand, der sich nicht nur deinen Feind nennt, sondern in Wirklichkeit dein Erzfeind ist, dich auf gemeine Art mit einem Dolch angreift, dich sticht, um dich zu t\u00f6ten, und du entkommst, obwohl du schwer verwundet bist, was wirst du dann tun? Du wei\u00dft, er wird es wiederum versuchen und dann vielleicht sogar erfolgreich sein. Willst du uns sagen, dass du diesen Kerl einfach weiterhin lieben w\u00fcrdest?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>\u201eJa\u201c,<\/strong> sagte Joshua schlicht, <strong>\u201eich w\u00fcrde ihn lieben und f\u00fcr ihn zu unserem himmlischen Vater Alaha beten, er m\u00f6ge sein Herz von Hass und seinen Geist von Illusionen reinigen.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Doch der israelitische Rabbi fuhr zornig und ungl\u00e4ubig weiter: \u201eUnd wenn er wieder eine Gelegenheit findet, dich zu erstechen, diesmal t\u00f6dlich, und es bleiben dir nur ein paar qualvolle Minuten zu leben, wird du ihn dann nicht deinem sterbenden Atem verfluchen?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>\u201eNein, ich werde ihn nicht verfluchen<\/strong>\u201c<strong>,<\/strong> antwortete Joshua. <strong>\u201eIch werde unseren himmlischen Vater Alaha bitten, ihm zu vergeben, denn er ist mein Bruder, das Kind meines Vaters Alaha, das sich verirrt hat.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Der andere Rabbi von Bethsaida mischte sich ein und sagte: \u201eRabbi, wenn einer mich \u00fcberf\u00e4llt, um mich zu t\u00f6ten, und er versucht es ein zweites Mal, dann w\u00fcrde ich ihn t\u00f6ten. Und es w\u00fcrde mir vergeben werden, denn ich habe in Notwehr get\u00f6tet.\u201c <strong>\u201eNein\u201c<\/strong>, sagte der Gott-Mensch nachdr\u00fccklich, <strong>\u201edas Gebot, das Moses gegeben wurde, ist klar; es erlaubt keine Ausnahme: \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Diese Worte brachten ein schlaues L\u00e4cheln auf das Gesicht des Rabbi: \u201eAber lieber Rabbi\u201c, sagte er, \u201ehatte nicht Moses selbst in \u00c4gypten einen \u00c4gypter get\u00f6tet?\u201c <strong>\u201eMein Lieber\u201c<\/strong>, sagte Joshua, <strong>\u201evieles, das in den Schriften steht, ist symbolisch. Moses hat keinen Menschen get\u00f6tet. Er hatte in sich den \u00e4gyptischen Prinzen Kniu-Mu Mosis get\u00f6tet und auf seine Rechte als Prinz verzichtet, um der F\u00fchrer der israelitischen Sklaven zu werden.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">(Seite 176) Drau\u00dfen war Unruhe entstanden und Joshua, der die Auseinandersetzung beenden wollte, bat die G\u00e4ste ihn zu entschuldigen. Er gab Yiohannan, Simon und Philippos ein Zeichen und ging in den Hof, wo mehr als f\u00fcnfzig Personen gespannt auf ihn warteten. Die israelitischen Rayis Rabbis folgten ihm und fl\u00fcsterten miteinander, w\u00e4hrend Joshua die Kranken heilte und jeweils sagte: \u201eDeine S\u00fcnden sind vergeben\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Die Rabbis schauten Joshua zu, wie er drei Auss\u00e4tzige und vier Blinde, davon zwei Blindgeborene, heilte. Die meisten der Leidenden waren von weither gekommen. Joshua schenkte allen, die er heilte, und allen Anwesenden seine Liebe und seinen Segen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">In dieser Nacht, drei Stunden nach Sonnenuntergang, h\u00f6rte man im Hof des Hauses, in dem Joshua lebte, die Kl\u00e4nge von Kamelglocken und das Knarren eines schweren Ochsengespanns. Zwei junge Beduinen sa\u00dfen auf den Kamelen und im Wagen, den ein Mann mittleren Alters f\u00fchrte, waren eine Frau, ein vierzehnj\u00e4hriges Beduinenm\u00e4dchen und ein Junge von siebzehn Jahren. Joshuas Mutter und Maria Magdalena \u00f6ffneten die T\u00fcre.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Die jungen M\u00e4nner befahlen ihren Kamelen zu knien und stiegen ab. Sie gingen zu ihrer Mutter und zu ihrer Schwester und ihrem Bruder, die beide schwer krank waren. Die Jungfrau Maria ging zum Wagen und Maria Magdalena eilte zu Joshua.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Maria hatte der Mutter geholfen, das M\u00e4dchen aus dem Wagen zu heben. Der \u00e4lteste Bruder trug sie in seinen Armen ins Haus. Sein j\u00fcngerer Bruder trug den kranken Jungen. Sie legten das M\u00e4dchen auf eine Liege und halfen dem Jungen auf einen Stuhl.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Als Joshua in das Zimmer trat, verneigte sich der \u00e4ltere Bruder, ein Mann von drei\u00dfig Jahren, vor dem Gott-Menschen. <strong>\u201eUssama, shlam aleicum\u201c.<\/strong> (Friede sei mit dir), sagte der Gott-Mensch. Als sich der zweite Bruder verneigte, sagte Joshua: <strong>\u201eSelim, shlam aleicum\u201c<\/strong>. Und dem j\u00fcngsten, seinen Kopf t\u00e4tschelnd, sagte er: <strong>\u201eTrahir, shlam aleicum\u201c<\/strong>, Die drei Br\u00fcder sahen sich verbl\u00fcfft an. Wie konnte er ihre Namen wissen; sie waren nie zuvor in K\u2019far Nahum gewesen und kamen von einem weit entfernten Beduinendorf in der N\u00e4he des Euphrat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua ging zu ihrer Mutter, die ihre Tochter in den Armen hielt, und sagte: <strong>\u201eLiebe Sheficca, Alaha wird deine liebe Tochter Shamsa heilen. Vertraue Alaha.\u201c <\/strong>Das M\u00e4dchen hat viele Jahre an Epilepsie gelitten und ihr rechtes Bein war gel\u00e4hmt, verkr\u00fcppelt und k\u00fcrzer als das linke. Auch ihre rechte Hand war gel\u00e4hmt und sie hatte w\u00e4hrend der letzten sechs Monate wiederholt schwere Blutungen gehabt. Joshua streichelte das verkr\u00fcppelte Bein, das solange wie das andere wurde, und dann die Hand, die er in seiner Hand hielt, und sagte: <strong>\u201eMeine<\/strong> <strong>liebe Shamasa, du bist jetzt gesund.\u201c<\/strong> Er half ihr beim aufstehen und sagte: <strong>\u201eKomm, Kind, steh auf, du kannst gehen.\u201c<\/strong> Das M\u00e4dchen ging im Zimmer umher und kehrte, vor Freude weinend, zu Joshua zur\u00fcck und fiel in seine Arme. Joshua k\u00fcsste ihre Augen und sagte: <strong>\u201eGeh zu deiner Mutter. Zeig ihr, wie stark und wie gl\u00fccklich du bist.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Dann ging Joshua zu Trahir, der immer noch auf dem Stuhl sa\u00df. Auch Trahir hatte ein verk\u00fcrztes und verkr\u00fcppeltes Bein und dazu ein schmerzhaftes, eigrosses Geschw\u00fcr unter seinem linken Ohr. Joshua legte seine rechte Hand auf das Geschw\u00fcr, das sich aufl\u00f6ste.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Dann streichelte er das verk\u00fcrzte Bein und machte es gesund. <strong>\u201eAuch du, lieber Trahir, kannst gehen. Du brauchst jene Kr\u00fccken im Wagen nicht mehr. Und niemand braucht dich zu st\u00fctzen. Du kannst rennen. Komm, eile zu deiner Mutter und deiner Schwester und k\u00fcsse<\/strong> <strong> Und Trahir, lieber Junge, keine Wutanf\u00e4lle mehr von dir und kein Geschrei mehr. Du musst jetzt still und ruhig werden.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Trahir fiel schluchzend in Joshuas Arme und der Gott-Mensch k\u00fcsste ihn auf seine Augen. Der Junge k\u00fcsste Mutter und Schwester und seine Mutter nahm ihn in ihre Arme. Sie gab Ussama ein Zeichen, fl\u00fcsterte ihm etwas zu und er ging hinaus. Er kam mit einer kleinen h\u00f6lzernen Schachtel zur\u00fcck, die er seiner Mutter \u00fcberreichte. Sheficca gab sie alsdann Joshua und sagte: \u201eMein Lieber, hier sind einige Juwelen und hundert Silber Denarrii, die ich dir in Dankbarkeit gebe. Ich w\u00fcnschte ich h\u00e4tte mehr zu geben.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua nahm die Schachtel dankend entgegen und reichte sie Shamsa und sagte: \u201eHier, das ist ein Geschenk von mir.\u201c Auch Selim ging hinaus und kam mit einem Geschenk, einem Korb mit herrlichen Datteln gef\u00fcllt, zur\u00fcck. Joshua a\u00df eine, dankte Selim und gab den Korb weiter an Maria Magdalena, die ihn in die K\u00fcche brachte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">(Seite 177) Maria-Magdalena bot der Familie s\u00fc\u00dfe Kuchen, Rotwein und gesalzene Mandeln an. Maria, die Mutter des Gott-Menschen, hatte inzwischen mit der Hilfe Maria Magdalenas ein Abendessen f\u00fcr alle zubereitet. Sie lud auch den F\u00fchrer des Ochsengespanns ein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Nachdem Joshua allen seine gro\u00dfe Liebe und seinen Segen gegeben hatte, reiste die gl\u00fcckliche Familie um Mitternacht ab. Das Gel\u00e4ut der Kamelglocken verklang langsam in der mondhellen Nacht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Fr\u00fch am n\u00e4chsten Morgen ging Joshua in den Tempel, um seinem Vater Alaha f\u00fcr seine gro\u00dfe Barmherzigkeit zu danken. Sp\u00e4ter kamen auch der Rays Rabbi, Is-shaak, Simon und Manasseh und gemeinsam hielten sie den Morgengottesdienst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Der Rayis Rabbi, der am Abend zuvor die Kamelglocken geh\u00f6rt hatte, war gespannt zu vernehmen, wer die Besucher waren, und Joshua erz\u00e4hlte ihm alles \u00fcber den Besuch der Beduinenfamilie. Beim morgendlichen Aufenthalt am Ufer bat Joshua Yiacoub, die Heiler-J\u00fcnger f\u00fcr den Unterricht am Nachmittag in die Synagoge einzuladen. \u00dcber hundert Personen versammelten sich in der Halle der Synagoge. Nach seinem Gebet zur Verehrung Alahas sagte Joshua:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>\u201eGeliebte. Einmal mehr sage ich euch, dass keiner von sich sagen kann, er liebe Alaha, solange er in seinem Herzen ungute Gef\u00fchle gegen andere Menschen hat. Alle Menschen sind Kinder unseres himmlischen Vaters. Im Eins-Sein Alahas sind alle Menschen Br\u00fcder und Schwestern.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Einer der israelitischen Heiler-J\u00fcnger fragte: \u201e\u2026und die im fortgeschrittenen Alter sind V\u00e4ter und M\u00fctter?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">\u00a0Joshua antwortete bestimmt: <strong>\u201eNein, alle Menschen sind Br\u00fcder und Schwestern.<\/strong> <strong>Einzig Alaha ist der Vater von uns allen und das Leben ist unsere Mutter.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Der israelitische Heiler-J\u00fcnger unterbrach: \u201eMalpana, sicherlich ist das Leben nicht Alaha?\u201c Joshua sagte: <strong>\u201eDas Leben ist ein Aspekt Alahas, doch Alaha ist nicht nur das Leben. Wenn du willst, kannst du sagen, dass Alaha dein Vater-Mutter ist.\u201c<\/strong><em>\u00a0(Handschrift von Daskalos)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Auf Griechisch und Aram\u00e4isch f\u00fcgte er bei:<em> \u2026ihr alle seid Br\u00fcder. Und niemand auf Erden sollt ihr euren \u201eVater\u201c nennen: denn einer ist eurer Vater,\u00a0 Alaha, der im Himmel ist. (Matth\u00e4us 23:8-9)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>\u201eUnd ich m\u00f6chte wiederholen und euch sagen, dass euer Bruder, der sich als euren Feind bezeichnet, nur ein Bruder ist, der in der Unwissenheit lebt. Wenn ihr den K\u00f6rper eines Feindes verletzt, werden die heiligen Erzengel in seinem grobstofflichen K\u00f6per ihre Arbeit weiterf\u00fchren und seine Wunden heilen. Folglich, wenn ihr einen Bruder bek\u00e4mpft, bek\u00e4mpft ihr dann nicht gleichzeitig die<\/strong> <strong>heiligen Erzengel in seinem grobstofflichen K\u00f6rper?<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Alahas Gebot an Moses ist klar: \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c. Und ich sage euch dazu, ihr sollt euren Bruder nicht bek\u00e4mpfen. Alle Menschen sind eure Br\u00fcder und Schwestern, alle sind Kinder eures Vaters Alaha, der in den Himmeln und \u00fcberall ist.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">(Seite 178) <strong>Alaha schenkt Seine Geist-Lebenskraft gleicherma\u00dfen jenen, die sich eure Feinde nennen, wie auch euch. Jedem Menschen wird Geist-Lebenskraft f\u00fcr seinen grobstofflichen K\u00f6rper geschenkt. Es wird ihm auf verschiedene Weise<\/strong> <strong>gegeben: Durch das Atmen der Lungen, durch das Atmen der Poren der Haut, durch das Essen der Nahrung und das Trinken von Wasser und anderen Fl\u00fcssigkeiten. <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Diese Prozesse laufen meistens instinktiv und unterbewusst ab. Sie w\u00e4ren jedoch viel wirksamer, wenn sie selbst-bewusst getan w\u00fcrden. Es ist organische Geist-Lebenskraft, welche die heiligen Erzengel, die Herren der Elemente, zum Erschaffen und Erhalten des grobstofflichen K\u00f6rpers gebrauchen.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Wie ich euch gelehrt habe, kann ein Heiler-J\u00fcnger sich im Visualisieren \u00fcben und ein geschickter Meister \u00fcber Geist-Mind werden. Er kann gro\u00dfe Mengen von Geist Mind in seinem nephes khuf, dem \u00e4therischen Doppel des grobstofflichen K\u00f6rpers, oder anderswo speichern. Ein J\u00fcnger kann die Geist-Lebenskraft zum Heilen gebrauchen. Er kann damit auch ein Elemental seiner Selbst erschaffen und selbst-bewusst in dieses Elemental eingehen und weit entfernte Orte besuchen. <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Ein geschickter J\u00fcnger kann ein Elemental seiner Selbst materialisieren. Die Geist-Lebenskraft kann noch ganz anders verwendet werden, doch m\u00f6chte ich euch warnen: Ehe ein J\u00fcnger sich auf den Weg macht, Geist-Lebenskraft auf andere Weise zu gebrauchen, muss er ganz gewiss sein, dass er seinen pers\u00f6nlichen Egoismus vernichtet hat<\/strong>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Die Versucher, die Verf\u00fchrer, die Shettims und Mukuishims, die Nachkommen von Lilith, werden n\u00e4mlich im pers\u00f6nlichen Egoismus erschaffen.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Im Hof warteten viele leidende Menschen ungeduldig auf Joshua, um geheilt zu werden. Der L\u00e4rm wurde stark, dass Joshua die Heiler-J\u00fcnger und ihre G\u00e4ste bat, ihm zu erlauben, sich um die Kranken im Hof zu k\u00fcmmern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Mehr als drei\u00dfig Personen warteten im Hof und Joshua heilte sie alle vollst\u00e4ndig. Unter ihnen waren zwei blinde Kinder, ein Zwei- und ein Vierj\u00e4hriges. Joshua nahm eines nach dem andern auf die Knie. Er sa\u00df auf dem Boden und spielte mit ihnen. Er liebkoste und k\u00fcsste sie mit gro\u00dfer Liebe. Die M\u00fctter der Kinder k\u00fcssten Joshuas H\u00e4nde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Petros fand keinen Gefallen an Joshua, der auf dem Boden sa\u00df und mit zwei Kinder spielte. Er konnte seinen Unmut nicht verbergen. Yiohannan, der die Szene genau beobachtet hatte, lachte herzlich \u00fcber Petros. Joshua \u00fcberreichte die Kinder ihren M\u00fcttern, stand auf und sagte zu Petros:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>\u201eWenn ihr nicht wie die Kinder werdet, so werdet ihr nimmermehr ins K\u00f6nigreich der Himmel eingehen.<\/strong> <strong>Petros, mache dein Herz zum K\u00f6nigreich der Himmel.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Joshua erkl\u00e4rt die Lehre, die aus seinem Tod und seiner Auferstehung zu ziehen ist.\u00a0 Er kehrt nach K\u2019far Nahum zur\u00fcck und lehrt. Der Gott-Mensch heilt Kinder von Beduinen. Er wiederholt in einem Vortrag, dass alle Menschen Kinder Alahas sind. Joshua &hellip; <a href=\"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/joshua\/30-kapitel-die-anweisungen-des-gott-2\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":8665,"menu_order":32,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/29039"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29039"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/29039\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32272,"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/29039\/revisions\/32272"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8665"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}