{"id":29059,"date":"2022-05-28T00:01:54","date_gmt":"2022-05-27T22:01:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/?page_id=29059"},"modified":"2026-04-25T23:55:39","modified_gmt":"2026-04-25T21:55:39","slug":"11-kapitel-der-mugkatdes-rahib-shaheed-yiohannan","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/joshua\/11-kapitel-der-mugkatdes-rahib-shaheed-yiohannan\/","title":{"rendered":"11. Kapitel: Der Mugkatdes Rahib-Shaheed\u00a0 Yiohannan\u00a0\u00a0"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000080;\">Der heilige M\u00f6nch-M\u00e4rtyrer Yiohannan der T\u00e4ufer. Im Kerker. Seine Familie besucht ihn. Er lehnt des K\u00f6nigs Ultimatum ab. Shalomes Tanz der sieben Schleier. Yiohannan wird enthauptet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><em>Der Gott-Mensch Joshua sagte: \u201eF\u00fcrchtet euch dabei nicht von denen, die wohl den Leib t\u00f6ten, aber die Seele nicht t\u00f6ten verm\u00f6gen.\u00a0 (Matth\u00e4us 10:28) (Handschrift von Daskalos)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Liebet jene, die sich eure Feinde nennen. Betet f\u00fcr sie. Sie ben\u00f6tigen eure Gebete und Liebe mehr. <\/strong>(Joshua Immanuel der Gott-Mensch)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">1.Der Kerker des Palastes in Jerikho war ein gro\u00dfer unterirdischer Raum, dunkel und sehr kalt und feucht. Licht und Luft kamen sehr sp\u00e4rlich durch kleine \u00d6ffnungen in der Decke herein. Auf Weisung der K\u00f6nigin erhielt Yiohannan nur einmal am Tag eine Handvoll Oliven, eine Brotkruste und einen Tonkrug mit Wasser. Der W\u00e4chter war ein gutm\u00fctiger Bursche, der Yiohannan sogar heimlich ein warmes Tuch gegen die K\u00e4lte der Nacht gab. Herodias erlaubte keine Besuche. Sie wollte die Gefangennahme geheim halten, insbesondere vor Shalome. Ihr wurde gesagt, Yiohannan sei weggezogen, vielleicht nach Syrien zu einer anderen Frau.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">2. K\u00f6nig Herodes und Herodias m\u00f6gen wohl den grobstofflichen K\u00f6rper Yiohannans eingekerkert haben, doch als Mann Alahas konnte er selbst-bewusst au\u00dferhalb seines K\u00f6rpers leben. Viele seiner Anh\u00e4nger und J\u00fcnger waren seiner Abwesenheit gewahr und f\u00fchlten sich durch sie inspiriert und ermutigt. Zur gleichen Zeit schmachtete sein grobstofflicher K\u00f6rper und war auf Herodes\u2018 Gnaden angewiesen. Eingestimmt und im Eins-Sein mit der Shekhinah (Heiliger Geist) und mit dem Gott-Menschen Joshua, dem El Shaddai (Logos) war Yiohannan gl\u00fccklich und beklagte sich nie, f\u00fchlte weder Angst noch Furcht, wie gross auch immer das Leiden des materiellen K\u00f6rpers sein mochte. In Tat und Wahrheit betete er f\u00fcr jene, die sich an ihm schuldig gemacht hatten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">3. Yiohannan hatte bereits vier Monate im Gef\u00e4ngnis ertragen, als Herodias und Shalome eine Reise von drei Tagen nach Yerushalayim unternahmen. Die beiden wollten sich von einem H\u00e4ndler, der aus dem Fernen Osten eingetroffen war, Juwelen kaufen. Herodes dachte, es w\u00e4re eine gute Gelegenheit Yiohannan zu sehen. Er befahl, dass der Gefangene in Ketten ins Zimmer des W\u00e4chters gebracht werde. Yiohannan war so geschw\u00e4cht, dass er kaum noch gehen konnte. Der W\u00e4chter half ihm, sich auf den Hocker zu setzen, wo er sich mit dem R\u00fccken an die Wand lehnen konnte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">4. Als der K\u00f6nig eintrat, verlangte er, dass der Gefangene aufstehe. Beim Versuch, dem Befehl zu gehorchen, fiel Yiohannan zu Boden. Der W\u00e4chter half im aufzustehen und auf des K\u00f6nigs Befehl half er ihm zur\u00fcck auf den Hocker, wo er schwer atmend, bleich und ersch\u00f6pft sa\u00df. Herodes wollte wissen, was der Gefangene zu essen bekomme und der W\u00e4chter antwortete, dass die K\u00f6nigin befohlen habe, ihm t\u00e4glich ungef\u00e4hr f\u00fcnfzehn Oliven, ein St\u00fcckchen Brot und Wasser zu geben. (Seite 59)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">5. Dann fragte der K\u00f6nig Yiohannan, warum er die K\u00f6nigin beleidigt und verleumdet habe? Er wiederholte die Frage mehrmals, doch Yiohannan war zu schwach, ihm zu antworten. Tats\u00e4chlich war er wenig mehr als eine trockene, gelbe Haut und Knochen. Herodes sagte dem W\u00e4chter, er solle die Ketten l\u00f6sen und ihn hinab in den Kerker f\u00fchren, wo er ausruhen m\u00f6ge. Des K\u00f6nigs Kopf war zu voll der L\u00fcgen Herodias\u2018, um viel Mitleid zu versp\u00fcren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">6. Als Shalome und Herodias aus Yerushalayim zur\u00fcckkehrten, erz\u00e4hlte Herodes seiner Gattin, dass er Yiohannan im Zimmer des W\u00e4chters gesehen habe. Er sei wenig mehr als eine Leiche. Er wolle Yiohannan den Befehl erteilen, sich bei Shalome zu entschuldigen und sie um Verzeihung zu bitten, worauf er ihn freilassen wolle, damit er in seiner H\u00f6hle sterben k\u00f6nne. Mit zorniger Stimme schrie Herodias: \u201eNein, nein ich kann das was dieser brutale Verr\u00fcckte mir gesagt hat, nie vergeben. Wenn du die Sache vom Hals haben willst, befiehl einem Schwerttr\u00e4ger, ihn zu t\u00f6ten!\u201c Herodes gelang es, sie zu beruhigen, und das Gespr\u00e4ch endete.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">7. Der hei\u00dfe Sommer verging und ein k\u00fchler Sp\u00e4therbst zog ins Land. Die k\u00f6nigliche Familie kehrte nach Yerushalayim zur\u00fcck und Yiohannan wurde in den dortigen Kerker verlegt. Freunde \u00fcberredeten den K\u00f6nig, einigen verwandten den Besuch bei ihm zu erlauben. Sehr wenige wagten zu kommen, aber Shabbatai, Yiacoub und dessen Bruder Yiohannan sowie ihre Mutter Myriam Shalome (die Tante Yiohannans des T\u00e4ufers) besuchten ihn.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">8. Als sie seinen Zustand sahen, brachen Shabbatai, Yiacoub und Myriam Shalome in Tr\u00e4nen aus. Yiohannan (der Evangelist) umarmte den T\u00e4ufer und fuhr ihm sanft \u00fcber sein Gesicht. Als Menschen waren sie blutsverwandte Vettern, aber als Erzengel, die durch unbefleckte Empf\u00e4ngnis durch die Shekhinah (Heiliger Geist) Mensch geworden waren, dr\u00fcckten sie die Liebe der Erzengel aus. Beide wussten, welches Schicksal Yiohannan dem T\u00e4ufer in ein paar Wochen beschieden sein w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">9. Neue Kraft erf\u00fcllte Yiohannan und er sagte: \u201eMeine Lieben, seid im Frieden. Warum weint ihr? Dieser arme K\u00f6rper ist nicht mein Ich. Geliebte, ich bin Gl\u00fccklich, vollkommen eingestimmt auf die Shekhinah und den Gott-Menschen Joshua, den Beni Alaha, den El Shaddai (Logos). Es gibt keinen Grund zu weinen. Ich bin frei. Ich war immer frei. Und ich \u2013 mein Selbst \u2013 ich bin gl\u00fccklich.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><em>Der Geist ist es, der das Leben schafft, das Fleisch hilft nichts. (Johannes 6:63) (Handschrift von Daskalos)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">10. Als Essener glaubten Yiohannan und Joshua an die Reinkarnation des Geist-Seelen-Selbst in menschliche K\u00f6rper. \u00dcber seinen Vetter, Yiohannan den T\u00e4ufer, sagte der Gott-Mensch Joshua: <strong><em>Und wenn ihr es annehmen wollt: Er ist Elia, der da<\/em><\/strong><em> <strong>kommen soll. Wer Ohren hat der h\u00f6re<\/strong> Matth\u00e4us 11:14 (*Siehe Chronik und K\u00f6nige im Alten Testament) <\/em>war Yiohannan-Elia zwei Pers\u00f6nlichkeiten, durch das gleiche Geist-Selbst Mensch geworden und inkarniert (?) \u2013 und nun in den H\u00e4nden von Herodes \u2013Ahab und Herodias-Isebel und ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert?)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">11. Herodias entschied, die Zeit der Rache sei gekommen. Sie war sicher, dass Shalome nicht mehr an Yiohannan dachte, da sie jetzt vom Tanz besessen war. Sie schlug Herodes vor, er solle Yiohannan befehlen, sich bei ihr und Shalome in ihrer Gegenwart zu entschuldigen und sie um Vergebung zu bitten. Sie erz\u00e4hlten Shalome, dass Yiohannan im Kerker des Palastes gefangen gehalten wurde. Shalome hat tats\u00e4chlich den Rahib vergessen. Doch war sie mehr als bereit, seine Dem\u00fctigung mitzuerleben und zu h\u00f6ren, wie er sie um Vergebung anflehen werde. Am n\u00e4chsten Tag befahl Herodes, dass der Gefangene ihnen im Zimmer des W\u00e4chters vorgef\u00fchrt werde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">12. Yiohannan war so schwach, dass er nicht mehr gehen konnte. Er wurde von einem W\u00e4chter und einem Diener gest\u00fctzt und auf einen Hocker gesetzt. Von seinem grobstofflichen K\u00f6rper war nichts mehr \u00fcbrig als ausgetrocknete, eingefallene Haut und Knochen. Shalome war entsetzt und rannte aus dem Zimmer. Als sie zur\u00fcckschaute, sah sie das verschlagene L\u00e4cheln ihrer Mutter, die dachte, nun sei endlich die Stunde der Rache gekommen. Herodes rief seine Nichte zur\u00fcck und Herodias nahm sie in die Arme. (Seite 60)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">13. \u201eYiohannan\u201c, sagte der K\u00f6nig, \u201edu hast die K\u00f6nigin und die Prinzessin mit deinen Beleidigungen und Anschuldigungen verletzt. Ich befehle dir, dich jetzt bei den beiden zu entschuldigen und sie um Vergebung zu bitte.\u201c Yiohannan sah die k\u00f6nigliche Familie voll Erbarmen an und sagte: \u201eEntschuldigen, wof\u00fcr? Wof\u00fcr sollte ich um Vergebung bitten? Glaubt ihr, dadurch w\u00fcrde das, was ihr alle getan habt und immer noch tut, andere Folgen zeitigen? W\u00fcrde es je die schmerzhafte Last der Schuld auf euren Gewissen erleichtern, auf euren Gewissen, die Alaha eines Tages erwecken wird? Ihr seid es, die bereuen m\u00fcsst und Alaha um Vergebung bitten\u2026 und Er in Seiner gro\u00dfen Barmherzigkeit wird es tun.\u201c Ersch\u00f6pft fiel Yiohannan bewusstlos in die Arme des W\u00e4chters. Herodes lie\u00df den Gefangenen in seine Zelle zur\u00fcckbringen. Herodias l\u00e4chelte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">14. Am n\u00e4chste Tag, als sie im Wohnzimmer sassen, fragte Herodias boshaft den K\u00f6nig: \u201eMein Lieber, hat sich dieser verr\u00fcckte Mann eigentlich entschuldigt? Nein, er hat uns nur noch einmal angeschuldigt. Ich weiss, dass du ihn los sein willst, so wie ich auch. Ich kann es kaum ertragen, ihn hier zu haben. Befiehl einem Schwerttr\u00e4ger ihn zu t\u00f6ten. Das ist, was er verdient. Er gehorchte dir nicht.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">15. Den ganzen Tag war Herodes zerstreut, missmutig und niedergeschlagen. Und Herodias war aufgeregt und schlechter Laune. Denn die Frucht der Rache ist s\u00fc\u00df zu essen, doch bitter und schmerzhaft zu verdauen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">16. Tage vergingen ohne weitere Gespr\u00e4che in dieser Sache und Herodes\u2019 Geburtstag r\u00fcckte n\u00e4her. Herodias war besch\u00e4ftigt mit Vorbereitungen f\u00fcr das Fest. Seit Jahren wusste sie vom Talent und der Leidenschaft ihrer Tochter f\u00fcr den klassischen Tanz und hatte ihr die besten Lehrer der Welt besorgt. Nun plante sie, ihren vornehmen G\u00e4sten am Fest eine \u00dcberraschung zu bieten. Shalome w\u00fcrde den Tanz der sieben Schleier in der Gro\u00dfen Halle mit ihrem Lehrer zusammen darbieten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">17. Herodias hatte sechzig angesehene Israeliten, sechs Rayis Rabbis des Sanhedrins und einige bekannte griechische Gelehrte und K\u00fcnstler eingeladen. Eine B\u00fchne war in der Gro\u00dfen Halle rechts neben dem Eingang aufgestellt. Shalomes Lehrer stammte aus Mesopotamien; er war ein ber\u00fchmter israelitischer T\u00e4nzer und Musiker mit eigenem Ballett und musikalischem Ensemble.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">18. Zum Ballett geh\u00f6rten: Sechs sch\u00f6ne M\u00e4dchen, nach Gr\u00f6\u00dfe und Aussehen ausgew\u00e4hlt, die aufs Beste ausgebildet waren. Sie trugen kn\u00f6chellange, kanariengelbe Hosen. Ihre Oberk\u00f6rper und Br\u00fcste waren nackt. Und drei T\u00e4nzer, in schwarzen Samt Hosen und entbl\u00f6\u00dften Oberk\u00f6rpern. Die Hauptt\u00e4nzerin war Prinzessin Shalome, in sieben Schleier gekleidet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">19. Der erste Schleier war ein Schal von schneewei\u00dfer Seide, der um die Taille gewickelt war und den oberen Teil der kn\u00f6chellangen Hose bedeckte. Der zweite Schleier war ein dreieckiger Schal aus kanariengelber Seide, der die Schultern bedeckte und \u00fcber ihre Br\u00fcste fiel. Der dritte war ein gro\u00dfes, smaragdgr\u00fcnes, seidenes Dreieck, das den zweiten Schleier ganz bedeckte. Der vierte Schleier war lang und bedeckte den ganzen K\u00f6rper; er war himmelblau. Der f\u00fcnfte war blutrot, ein Gewand in Kniel\u00e4nge, und konnte leicht ausgezogen werden. Der sechste war aus violetter Seide und auch ein loses Gewand. Es bedeckte den f\u00fcnften ganz. Und der siebte war ein schwarzes Gewand aus Samt, das bis zu den Kn\u00f6cheln reichte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">20. Die G\u00e4ste sassen in sechs Reihen im Halbkreis. In der Mitte der ersten Reihe sa\u00df die k\u00f6nigliche Familie. Der K\u00f6nigin zur Linken sassen auserw\u00e4hlte Ehreng\u00e4ste. Jeder Gast hatte zu seiner rechten einen Tisch mit gebratenem Fleisch, Brot, S\u00fc\u00dfigkeiten, Fr\u00fcchten und Tonkr\u00fcgen mit s\u00fc\u00dfem, rotem Wein, die von den Dienern st\u00e4ndig nachgef\u00fcllt wurden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">\u00a021. Um zwei Uhr nachmittags hielten Herodes, Herodias und Shalome ihren feierlichen Einzug. Die Musiker spielten ein langsames, melodi\u00f6ses, orientalisches St\u00fcck und die T\u00e4nzer traten auf und f\u00fchrten einen eleganten Tanz vor. Shalome sa\u00df zwischen dem K\u00f6nig und der K\u00f6nigin in ihre sieben Schleier geh\u00fcllt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">22. Der Lehrer betrat die Halle, in schwarzen Samt gekleidet wie die anderen T\u00e4nzer, er verbeugte sich vor Herodias und k\u00fcsste ihre rechte Hand und streckte seine rechte Hand Shalome entgegen und verbeugte sich auch vor ihr. Sie nahm seine Hand und zusammen sprangen sie elegant auf die B\u00fchne und tanzten. Die Musik wurde schneller, und die T\u00e4nzer antworteten mit anmutigen Bewegungen. Shalome und ihr Partner waren von den neun T\u00e4nzern umringt, der Kreis \u00f6ffnete sich, um der Prinzessin und ihrem Partner zu erlauben, sich dem K\u00f6nig und der K\u00f6nigin zu n\u00e4hern. (Seite 61)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">23. Shalome l\u00f6ste den siebenten Schleier und legte ihn dem K\u00f6nig zu F\u00fcssen. Der Rhythmus wurde schneller, so dass die T\u00e4nzer ihre Kunst voll darstellen konnten. Shalome l\u00f6ste den sechsten Schleier und legte ihrer Mutter zu F\u00fcssen. Der Lehrer verlie\u00df die Halle; Shalome blieb zur\u00fcck im blutroten Gewand und tanzte mit den sechs T\u00e4nzerinnen. Dann kam er zur\u00fcck in einer Hose in der Farbe von trockenem Holz. Er legte sich auf den Boden, w\u00e4hrend die M\u00e4dchen um ihn tanzten, und Shalome setzte sich auf seine Brust. Sie bewegte ihren ganzen K\u00f6rper und ihre Arme und H\u00e4nde wie z\u00fcngelnde Flammen. Man hatte den Eindruck von brennendem trockenem Holz. Die G\u00e4ste waren entz\u00fcckt. Der K\u00f6nig konnte seine Bewunderung f\u00fcr Shalome nicht verbergen und Herodias l\u00e4chelte begeistert. Shalome l\u00f6ste das blutrote Gewand, das sie im Feuertanz getragen hatte, und reichte es dem K\u00f6nig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">24. Wieder wurde der Rhythmus schneller. Jetzt war Shalome eine kriechende Schlange in den himmelblauen und smaragdgr\u00fcnen Schleier und reichte sie der K\u00f6nigin, ihrer Mutter, und setzte sich dann zwischen den K\u00f6nig und die K\u00f6nigin zum Ausruhen. <\/span><span style=\"color: #000080;\">Der K\u00f6nig war betrunken. Herodias hatte ihm immer wieder vom s\u00fc\u00dfen, roten Wein nachgeschenkt. Er \u00fcberreichte die goldene Weinschale Shalome und sie trank sie rasch aus. Die Sonne war am Untergehen und einige G\u00e4ste erhoben sich um zu gehen. Sie verabschiedeten sich vom K\u00f6nig und der K\u00f6nigin indem sie sagten: \u201eShalom, lang lebe der K\u00f6nig!\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">25. Die K\u00f6nigin hatte Herodes eine goldene Medaille gegeben, um den Lehrer, sowohl als T\u00e4nzer als auch als Musiker, zu ehren. Der Lehrer verbeugte sich vor dem K\u00f6nig, nahm die Medaille entgegen und dankte dem Herrscher. Herodes liebkoste den Kopf der Prinzessin Shalome und sagte zu ihr: \u201eGeliebte, heute an meinem Geburtstag hast du mir so gro\u00dfe Freude gemacht und meinen G\u00e4sten so viel Vergn\u00fcgen bereitet. Was m\u00f6chtest du, dass ich dir daf\u00fcr gebe?\u201c Gedankenlos und betrunken fuhr er fort: \u201eIch werde dir geben, was auch du immer verlangst, wenn es in meiner Macht steht.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">26. Herodias, die genau zuh\u00f6rte, stellte ihre Falle. \u201eEure Majest\u00e4t, schw\u00f6rst du, dass du der Prinzessin geben wirst, was immer sie verlangt?\u201c \u201eJa\u201c, antwortete Herodes, \u201emeiner geliebten Shalome, was immer sie w\u00fcnscht.\u201c Herodias zog ihre Tochter zu sich und fl\u00fcsterte eindringlich auf sie ein. Das M\u00e4dchen nickte in gef\u00e4lligem Einverst\u00e4ndnis. Darauf ergriff Herodias eine Bronzeplatte vom Tisch an ihrer Seite, reinigte sie von Speiseresten und gab sie weiter an Shalome. Shalome \u00fcberreichte sie Herodes und sagte: \u201eEure Majest\u00e4t, ich will den Kopf Yiohannans auf dieser Platte.\u201c \u201eNein!\u201c, schrie der K\u00f6nig, \u201eOh, nein, Shalome, nein!\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">26. Mit einem L\u00e4cheln sagte Herodias: \u201eDu hast den Eid gegeben und ein K\u00f6nig kann seinen Eid nicht zur\u00fcckziehen.\u201c In seiner Verzweiflung hielt der K\u00f6nig kurz die H\u00e4nde vor sein Gesicht und sagte: \u201eShalome, ich gebe dir die Herrschaft \u00fcber die H\u00e4lfte meines K\u00f6nigreichs.\u201c Herodias wollte nichts davon wissen und gab das ihrer Tochter klar zu verstehen. \u201eEure Majest\u00e4t\u201c, wiederholte Shalome, \u201eich will Yiohannans Kopf auf dieser Platte.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">27. Der K\u00f6nig nahm die Platte aus ihrer Hand und gab sie dem Schwerttr\u00e4ger zu seiner Seite und sagte: \u201eGeh und bring mir Yiohannans Kopf!\u201c <\/span><span style=\"color: #000080;\">Als der Schwerttr\u00e4ger und der W\u00e4chter seine Zelle betraten, betete Yiohannan. Er wusste, was kommen w\u00fcrde. Der Schwerttr\u00e4ger hieb mit einem schrecklichen Schlag den Kopf des Rahib Yiohannan ab. Der W\u00e4chter bedeckte den K\u00f6rper mit dem wollenen Tuch, das er heimlich dem Rahib gegen die K\u00e4lte gegeben hatte. Es floss nicht viel Blut. Der Schwerttr\u00e4ger trug Yiohannans Kopf auf der Platte hinaus. Der W\u00e4chter blieb weinend zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">28. Als der Kopf Herodes \u00fcbergeben wurde, wollte er ihn nicht ber\u00fchren. Herodes schaute Shalome und Herodias voller Entsetzen an und befahl dem Schwerttr\u00e4ger den Kopf dem M\u00e4dchen zu geben. Shalome wandte ihren Blick von der grauenvollen Platte ab und gab sie ihrer Mutter. Herodias bedeckte den Kopf mit dem himmelblauen Schleier und befahl einem Diener ihn wegzutragen. Sie dachte, sie h\u00e4tte soeben einen Sieg errungen und k\u00f6nnte nicht gl\u00fccklicher sein. In Wirklichkeit f\u00fchlte sie sich nur verwirrt und elend.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><em>Zu jener Zeit erhielt der Vierf\u00fcrst Herodes Kunde von Joshua und sagte zu seinen Dienern: \u201eDas ist Yiohannan der T\u00e4ufer; der ist von den Toten auferweckt worden; darum sind die Wunderkr\u00e4fte in ihm wirksam.\u201c Herodes hatte n\u00e4mlich den Yiohannan festnehmen und in Fesseln und ins Gef\u00e4ngnis werfen lassen mit R\u00fccksicht auf Herodias, die Gattin seines Bruders Philipos; denn Yiohannan hatte ihm vorgehalten: \u201eDu darfst sie nicht haben.\u201c Er h\u00e4tte ihn nun am liebsten ums Leben bringen lassen, f\u00fcrchtete sich aber vor dem Volk, weil diese ihn f\u00fcr einen Propheten hielt. Als aber der Geburtstag des Herodes gefeiert wurde, tanzte die Tochter der Herodias vor der Festgesellschaft und gefiel dem Herodes so sehr, dass er ihr mit einem Eide zusagte, er wolle ihr jede Bitte gew\u00e4hren. Da sagte sie, schon vorher von ihrer Mutter dazu angestiftet: \u201eGib mir hier auf einer Sch\u00fcssel den Kopf Yiohannans des T\u00e4ufers!\u201c \u00a0(Seite 62)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><em>Obgleich nun der K\u00f6nig missmutig dar\u00fcber war, gab er doch wegen seiner Eide und mit R\u00fccksicht auf seine Tischg\u00e4ste den Befehl, man solle ihn ihr geben; er schickte\u00a0 also Diener hin und lie\u00df Yiohannan im Gef\u00e4ngnis enthaupten. Sein Kopf wurde dann auf einer Sch\u00fcssel gebracht und dem M\u00e4dchen gegeben; die brachte ihn ihrer Mutter. Die J\u00fcnger des Yiohannan kamen hierauf, holten den Leichnam und bestatteten ihn; dann gingen sie hin und berichteten es Joshua. (Matth\u00e4us 14:1-12)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">29. Fr\u00fch am n\u00e4chsten Morgen rief Herodias den W\u00e4chter zu sich und befahl ihm, den Kopf und den K\u00f6rper Yiohannans wegzuschaffen. Der W\u00e4chter, der insgeheim von Yiohannan getauft worden war, nahm den blauen Schleier und verbrannte ihn. K\u00f6rper und Kopf des Mugkatdes Rahib-Shaheed (heiliger M\u00f6nch-M\u00e4rtyrer) h\u00fcllte er in schneewei\u00dfes Linnen und \u00fcbergab sie Yiohannans J\u00fcngern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">30. Seine J\u00fcnger waren auch Joshuas J\u00fcnger. Sie brachten die sterbliche H\u00fclle Yiohannans zum Essener Rayis Rabbi Ephraim. Als Joshua von K\u2019far Nahum im Tempel von Yerushalayim ankam um zu predigen, fand er die Essener Rabbis und die meisten seiner siebzig J\u00fcnger weinend beim Sarg, in den sie den Kopf und den K\u00f6rper gelegt hatten. Ephraim \u00fcberkam beim Anblick Joshuas die Trauer und er schluchzte. Joshua beruhigte ihn, indem er ihm sagte, dies sei der Wille Alahas. Und zu allen Anwesenden sagte er: <strong>\u201eGeliebte Beni Alaha, weint nicht um Yiohannan. Er ist bei unserem Vater, der im Himmel und auf Erden ist. Er ist jetzt mit euch. Er war immer mit mir und immer war ich mit ihm, so wie ich auch jetzt mit ihm bin. <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">31.<strong> Was hier in diesem Sarg liegt, ist nicht Yiohannan, sondern nur der K\u00f6rper, den Yiohannan als menschliches Wesen benutzt hatte. Ich sage nicht, dass ihr diese menschlichen \u00dcberreste nicht respektieren sollt, sondern dass ihr euch daran erinnert: <\/strong>\u00a0<strong>\u201eDer Geist ist es, der das Leben schafft, der grobstoffliche K\u00f6rper, das Fleisch hilft nicht.\u201c Die Materie muss dem Element der Materie \u00fcbergeben werden.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">32. Rayis Rabbi Ephraim h\u00e4tte den K\u00f6rper gerne im Friedhof von Yerushalayim begraben, aber Joshua \u2013 eingestimmt auf Yiohannan \u2013 sagte ihm, es w\u00e4re der Wunsch des Rahib, dass die \u00dcberreste seines grobstofflichen K\u00f6rpers in den H\u00f6hlen neben den Rahibs Shunai und Abijah beerdigt w\u00fcrden. Und so geschah es. Der Rayis Rabbi, die Essener Rabbis, die J\u00fcnger Joshuas und Yiohannans und deren Familien beerdigten Yiohannan in seiner H\u00f6hle.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der heilige M\u00f6nch-M\u00e4rtyrer Yiohannan der T\u00e4ufer. Im Kerker. Seine Familie besucht ihn. Er lehnt des K\u00f6nigs Ultimatum ab. Shalomes Tanz der sieben Schleier. Yiohannan wird enthauptet. Der Gott-Mensch Joshua sagte: \u201eF\u00fcrchtet euch dabei nicht von denen, die wohl den Leib &hellip; <a href=\"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/joshua\/11-kapitel-der-mugkatdes-rahib-shaheed-yiohannan\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":8665,"menu_order":13,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/29059"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29059"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/29059\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34704,"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/29059\/revisions\/34704"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8665"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}