{"id":29139,"date":"2022-06-04T03:23:32","date_gmt":"2022-06-04T01:23:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/?page_id=29139"},"modified":"2025-03-10T17:19:47","modified_gmt":"2025-03-10T16:19:47","slug":"15-kapitel-eine-entfuehrung-und-eine-heirat","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.anikodrozdy.ch\/index.php\/joshua\/15-kapitel-eine-entfuehrung-und-eine-heirat\/","title":{"rendered":"15. Kapitel: Eine Entf\u00fchrung und eine Heirat"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua sieht Unheil auf Distanz. Der Gott-Mensch bringt ein Schaf Namens Akhiezer zur Herde zur\u00fcck. Die Heilung des Gastwirts Barukh<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><em>Denn der Menschensohn ist gekommen, das verlorene zu suchen und zu retten<strong>. <\/strong>(Lukas 19:10) <\/em><em>Ich bin der gute Hirt und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, ebenso wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben f\u00fcr die Schafe hin. (Johannes 10:14-15)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">An eine Nachmittag, im Dankgottesdienst im Tempel, dehnte Joshua sein Selbst-Bewusstsein aus und sah einen Vorfall in Khorazin f\u00fcnf Meilen n\u00f6rdlich von K\u2019far Nahum. Als El Shaddai konnte Joshua augenblicklich alles \u00fcber alles wissen, die in einen Vorfall verwickelt waren. Nach dem Gottesdienst bat er Samuel, in einen Wagen des Bistums f\u00fcr den ganzen n\u00e4chsten Tag zur Verf\u00fcgung zu stellen. Joshua musste ein verlorenes Schaf finden und zur\u00fcck zur Herde bringen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Der Wagen wurde ihm vor dem Sonnenaufgang gebracht. Joshua bat Yiacoub, die Pferde zu f\u00fchren, und Petros und Yiohannan, ihn zu begleiten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Akhiezer, ein israelitischer Tischler aus Tyrus, dreiundvierzig Jahre alt und verwitwet, war von Tyrus nach Khorazin gereist. Jonathan, der Neffe seiner verstorbenen Frau, und sein siebzehnj\u00e4hriger Sohn Khur hatten ihn auf Pferden reitend begleitet. Akhiezer fuhr einen zweir\u00e4drigen Wagen. Er war gekommen, um von seinen Schuldnern Geld einzuziehen, wenn n\u00f6tig mit Gewalt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Vor dem Tode seiner Frau Ruth war Akhiezer ein gutm\u00fctiger Mensch und ein erfolgreicher Tischler gewesen. Jonathan war zehn Jahre alt, als seine Mutter, die Schwester von Ruth, verstarb. Akhiezer hatte ihn als Lehrling zu sich genommen. Er besa\u00df ein gro\u00dfes Haus in einem sch\u00f6nen Garten und liebte seine Frau und seinen Sohn. Doch Ruth verstarb, als Khur zehn Jahre alt war und Jonathan f\u00fcnfzehn. Nach dem Tode seiner Frau wurde Akhiezer nerv\u00f6s, gereizt und oft gewaltt\u00e4tig, jedoch nie gegen Khur und Jonathan. Dieser anst\u00e4ndige Mann wurde brutal und ungerecht. Aus ihm wurde ein Faulpelz, ein Trinker und Spieler, der oft Freudenh\u00e4user besuchte, wo er sich streits\u00fcchtig und lasterhaft auff\u00fchrte. In seiner Verzweiflung hatte er begonnen, Alaha zu verfluchen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Ein Griechisch-R\u00f6mer war in Tyrus mit einer seltsamen Bitte zu Akhiezer gekommen. Sein vierj\u00e4hriger Sohn war gestorben. Seine Frau war unfruchtbar und deshalb au\u00dfer sich in ihrer Trauer. Sie phantasierte, ihr Kind sei entf\u00fchrt worden, und sie flehte ihren Ehemann an, ihn wieder zu finden. Der Ehemann bef\u00fcrchtete, dass seine Frau psychisch krank w\u00fcrde, und hatte seinen Freund Akhiezer gebeten, einen Sklavenjungen zu finden und zu kaufen, der seinen verlorenen Sohn ersetzen k\u00f6nnte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">In Khorazin sah Akhiezer ein spielendes Kind beim Tor eines Gem\u00fcsegartens. Es hatte eine frappante \u00c4hnlichkeit mit dem Sohn seines Freundes. Der Junge hie\u00df Benjamin und war der Sohn Rakhels, einer jungen israelitischen Witwe, die im Garten eines Mannes von Khorazin arbeitete. Der Junge und seine Mutter lebten dort in einer kleinen, einr\u00e4umigen H\u00fctte. (S.81)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Es war die Entf\u00fchrung Benjamins und deren Folgen, die Joshua im f\u00fcnf Meilen entfernten Tempel in K\u2019far Nahum gesehen hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Als der Wagen mit Joshua, Yiacoub, Petros und Yiohannan sich Khorazin n\u00e4herte, kam er, eine Meile vor der Stadt, zu einem Weg, einer Sackgasse, die zu felsigen H\u00f6hlen f\u00fchrte, die hinter B\u00e4umen und B\u00fcschen versteckt lagen. Ein junger Mann kam zu Pferd aus diesem Weg und rief ihnen \u00e4ngstlich zu: \u201eRabbi, nach Khorazin f\u00fchrt die Stra\u00dfe geradeaus. Dieser Weg ist nur f\u00fcr Holzf\u00e4ller und endet im Wald\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua sagte zu ihm: <strong>\u201eJonathan, zweihundert Yards von hier entfernt,<\/strong> <strong>unter jenen gro\u00dfen Platanen liegt dein Vetter Khur bewusstlos auf einer Wolldecke, schwer verwundet. Akhiezer und Benjamin warten in einer H\u00f6hle auf dich. Du bist unterwegs, um einen Arzt f\u00fcr Khur zu finden. Doch das ist nutzlos, Jonathan, Khur liegt im Sterben. Wir gehen jetzt zu Akhiezer. Komm mit uns. Wir brauchen dich.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Dann erz\u00e4hlte Joshua, was Khur zugesto\u00dfen war: <strong>\u201eAls ihr gestern in der Dunkelheit zu Pferd von Khorazin kamt, geschah es, etwa hundert Yards vor der H\u00f6hle, dass eine Schlange aus den B\u00fcschen kroch und Khurs Pferd erschreckte. Das Pferd warf Khur ab, er fiel kopf\u00fcber auf eine Felsen, seine Rippen und sein rechter Oberschenkelknochen sind gebrochen.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Jonathan verga\u00df seinen Mund zu schlie\u00dfen und starrte Joshua von Schrecken ergriffen an. \u201eRabbi\u201c, sagte er ehrfurchtsvoll, \u201ewie kannst du meinen Namen wissen? Wie kannst du Akhiezer und Khur kennen, die hier fremd sind? Und wie kannst du wissen, was letzte Nacht hier vorgefallen ist?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua antwortete nicht. Er stieg mit Yiohannan vom Wagen und bat Yiacoub und Petros zur ersten Herberge an der Stra\u00dfe nach Khorazin zu gehen und dort auf sie zu warten. Als der Wagen weg war, sagte er: <strong>\u201eLieber Jonathan, begleite uns. Wir brauchen dich.\u201c<\/strong> Jonathan stieg vom Pferd und folgte ihnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Unter einer Platane beim Eingang zur H\u00f6hle lag Khur bewusstlos auf einer dicken, gelben Wolldecke. Sie war mit seinem Blut getr\u00e4nkt. Das Haar auf der rechten Seite seines Kopfes war steif vom getrockneten Blut aus einer tiefen Wunde. Seine rechte Wange war blutunterlaufen und verletzt und die Lippen waren aufgeschwollen. Auf der rechten Seite hatte er zwei gebrochene Rippen und einen Oberschenkelbruch. Akhiezer hatte die lange Nacht an der Seite seines Jungen verbracht, der vor Schmerzen st\u00f6hnte und schrie. Seit Sonnenaufgang war Khur in ein Koma gefallen. Benjamin hatte die Nacht mit Jonathan in der H\u00f6hle verbracht, ohne zu schlafen. Er hatte geweint und geweint und nach seiner Mutter gerufen, was Akhiezers Verzweiflung nur noch vertiefte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua ging zu Akhiezer, legte ihm die rechte Hand auf die Schulter und sagte: <strong>\u201eGeliebter Akhiezer, Shalom. Mein Liebster, warum hast du deinen Vater Alaha vergessen? Du warst ein guter Mensch und Alaha hat dir alles gegeben, was du n\u00f6tig hattest. Als Alaha deine Frau Ruth zu sich genommen hatte, hast du dich ver\u00e4ndert und du hast Alaha vergessen, doch Alaha hat dich nicht vergessen. Du hast schwer ges\u00fcndigt, du hast gegen den Willen Alahas gehandelt. Warum? Akhiezer,<\/strong> <strong>warum?\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">In seiner Verzweiflung heulte Akhiezer und sagte: &#8222;Erbarmungsloser Rabbi, Khur mein einziger Sohn liegt im Sterben. Ich wei\u00df, dass ich ein\u00a0 elender S\u00fcnder bin. Musst du jetzt auch noch meine Wunden \u00f6ffnen? Habe Erbarmen! Ich habe keine Tr\u00e4nen mehr zu vergie\u00dfen und meine Schmerzen sind unertr\u00e4glich. Alaha hasst mich.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua umarmte den Mann und sagte: <strong>\u201eGeliebter, Alaha liebt dich. Ich wei\u00df, wie gro\u00df deine Schmerzen sind. Es sind auch meine Schmerzen. Denn du und ich sind in meiner El Shaddai Selbstheit eins. Lieber Akhiezer, deine Tr\u00e4nen haben deine S\u00fcnden weggewaschen. Und ich bin gekommen, dir deinen Sohn Khur ganz, stark und gesund zur\u00fcckzugeben. Du wirst mir und Alaha als Gegenleistung Khur, Jonathan und dich selbst schenken, nicht als drei Kriminelle, sondern als drei Alaha liebende M\u00e4nner und, sollte es dein Wunsch sein, als drei gute Tischler.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua bat Jonathan, der ihn mit einer Mischung von Ehrfurcht und Angst anstarrte, ihm einige Streifen sauberen Tuchs und einen Eimer mit frischem Wasser von der Quelle neben der Platane zu bringen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua kniete neben Khur und betete zu Alaha. Er wusch das getrocknete Blut mit weichem Leinen vom Kopf des Jungen. Nachdem die Wunden gereinigt und die Knochen geheilt waren, nahm er die rechte Hand von Khur und sprach ihn an<strong>: \u201eKhur, mein Kind, wache auf.\u201c <\/strong>Khur \u00f6ffnete seine Augen und schaute in Joshuas l\u00e4chelndes Gesicht. Joshua sagte zu ihm: <strong>\u201eMein Lieber, steh auf. Nimm dieses St\u00fcck Stoff, gehe zu deinem Vater und trockne seine Tr\u00e4nen.\u201c <\/strong>(S.82)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua sah Akhiezer liebevoll an und sagte: <strong>\u201eLieber Akhiezer, umarme deinen Sohn und k\u00fcsse ihn. Er ist wiederum dein. Genie\u00dfe diesen gl\u00fccklichen Augenblick und danke dem h\u00f6chst barmherzigen Alaha, unserem himmlischen Vater, der uns liebt.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Benjamin erwachte aus unruhigem Schlaf, weinte und schrie nach seiner Mutter. Yiohannan trug das Kind aus der H\u00f6hle und spielte lachend mit ihm. Zwei Stunden sp\u00e4ter bat Akhiezer Jonathan das Pferd vor den Wagen zu spannen und sagte zu Joshua: \u201eVerehrter junger Rabbi, du willst, dass ich Benjamin zu seiner Mutter zur\u00fcckbringe. Doch als ich glaubte, Khur k\u00f6nnte sterben, wollte ich den Jungen f\u00fcr mich als meinen Sohn behalten. Braucht er nicht einen Vater?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua unterbrach ihn: <strong>\u201eUnd was ist mit seiner Mutter, Akhiezer? Du hast gro\u00dfe Verzweiflung \u00fcber seine Mutter Rakhel gebracht. Benjamin ist ihre einzige Freude im Leben.\u201c Akhiezer fragte: \u201eKennst du diese Frau? Diese Rakhel?\u201c \u201eNat\u00fcrlich kenne ich sie, mein Lieber\u201c, sagte Joshua, \u201eobwohl ich sie nie mit meinen materiellen Augen gesehen habe. Auch Rakhel ist in meiner El Shaddai Selbstheit. Ich kann sie jetzt sehen, obwohl sie weit von uns entfernt ist. Sie ist eine sehr sch\u00f6ne junge Frau. Ich wei\u00df, dass du das, was ich dir jetzt erz\u00e4hle, nicht verstehen kannst, Akhiezer. Die materiellen Augen sind nicht die einzigen Augen zum Sehen.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Jonathan schaute Joshua verwirrt an: \u201eRabbi\u201c, sagte er, \u201ewer bist du? Du sagtest mir, dass niemand Khur retten k\u00f6nne, doch Khur lebt, er ist gesund und stark. Von den schrecklichen Wunden ist keine Spur zu sehen. Wer bist du?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong> \u201eMein Lieber\u201c, es soll gen\u00fcgen zu wissen, dass ich der Eine bin, der dich sehr liebt.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Yiohannan fl\u00fcsterte in Jonathans Ohr: \u201eJonathan, Joshua ist nicht nur ein Mensch wie du. Er ist der Beni Alaha. Verstehst du?\u201c Jonathan aber konnte es nicht verstehen. Es verwirrte und be\u00e4ngstigte ihn nur noch mehr.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Als der Wagen bereit war, sagte Akhiezer zu Khur, er solle mit Benjamin aufsteigen. Khur hielt das Kind in seinen Armen im Wagen und Akhiezer sa\u00df vorn. Jonathan ging zu Fu\u00df und hielt die Z\u00fcgel. Joshua und Yiohannan ritten auf den Pferden und folgten ihnen. Es dauerte keine Stunde bis sie am Tor des Gem\u00fcsegartens ankamen, wo Rakhel wohnte. Sie war in ihrer H\u00fctte und weinte erb\u00e4rmlich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua hielt Benjamin in seinen Armen, \u00f6ffnete das Tor und rief sie. Rakhel nahm ihm das Kind ab, dr\u00fcckte es an ihr Herz und k\u00fcsste es immer wieder. Die Tr\u00e4nen des Leids verwandelten sich in Tr\u00e4nen der Freude.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Rakhel trug Benjamin in die H\u00fctte und Joshua wandte sich an Akhiezer: <strong>\u201eMein Lieber Akhiezer\u201c,<\/strong> sagte der Gott-Mensch l\u00e4chelnd, <strong>\u201edu hast recht, Benjamin braucht einen Vater und Rakhel braucht einen Ehemann und Vater f\u00fcr ihren Sohn. Und du, mein lieber Akhiezer, brauchst eine Frau. Jene verrufenen Freudenh\u00e4user sind nicht f\u00fcr dich. Rakhel ist eine sch\u00f6ne Frau, ehrlich und gut. Sie wird deinem Haus zur Ehre gereichen.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Akhiezer sah Khur l\u00e4chelnd an. \u201eDu hast recht, geliebter Rabbi, lasst uns h\u00f6ren, was Khur dazu sagt.\u201c Lachend ging Khur in die H\u00fctte und kam mit Benjamin in den Armen zur\u00fcck: \u201eVerehrter Rabbi\u201c, sagte er zu Joshua, \u201ek\u00f6nntest du Rakhel f\u00fcr mich fragen, ob ich sie Mutter nennen darf? Sag ihr, dass ich Benjamin wie ein Bruder liebe und dass ich auch sie wahrhaftig wie meine Mutter lieben werde. Benjamin braucht einen Vater und ich brauche eine Mutter.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua tat, was der Junge ihn gebeten hatte, und ein paar Minuten sp\u00e4ter kam der Gott-Mensch mit Rakhel zur\u00fcck. Joshua gab ihre rechte Hand Akhiezer, der sie in seine beiden H\u00e4nde nahm und sagte: \u201eRakhel, f\u00fcr den Kummer, den ich diese Nacht \u00fcber dich gebracht habe, will ich dich und Benjamin entsch\u00e4digen. Ich werde alles tun, um euch ein gl\u00fcckliches Leben zu bieten.\u201c Akhiezer k\u00fcsste sie und bat Khur und Jonathan sie ebenfalls zu k\u00fcssen, als ihre Mutter. Dann nahm Akhiezer Benjamin in seine Arme und sagte: \u201eGeliebter kleiner Engel. Du bist kein Waise mehr. Du bist mein Sohn. Ich bin dein Vater. Khur und Jonathan sind deine Br\u00fcder.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Joshua legte eine Hand auf Rakhels Kopf und die andere auf Akhiezers und segnete sie und ihren Ehebund. Er k\u00fcsste alle liebevoll und verlie\u00df mit Yiohannan die gl\u00fcckliche Familie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">In der Herberge warteten Petros und Yiacoub auf sie. Die Herberge war nur ein kleines Haus und die anderen G\u00e4ste waren arme Arbeiter. Der Gastwirt war ein Mann mittleren Alters, der dort mit seiner Tochter lebte. Vor zehn Jahren hatte ihn seine Frau verlassen, nachdem er sich in einem Unfall eine L\u00e4hmung zugezogen hatte. Sein linkes Bein verk\u00fcmmerte und war nun einen Zoll k\u00fcrzer als das rechte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Als Joshua und Yiohannan zur T\u00fcr hereinkamen, wies der Gastwirt seine Tochter an, sie solle die G\u00e4ste bedienen, w\u00e4hrend er seine Kr\u00fccken suchte. Joshua ging zu ihm und sagte<strong>: \u201eMein lieber Barrukh, gib mir deine Hand. Du brauchst deine Kr\u00fccken nicht mehr.\u201c<\/strong> Joshua ergriff seine rechte Hand und sagte ihm: <strong>\u201eBarrukh, steh auf! Du kannst jetzt gehen. Hilf deiner Tochter, die G\u00e4ste zu bedienen.\u201c <\/strong>Der Mann stand auf, verbl\u00fcfft und \u00e4ngstlich, doch von Freude erf\u00fcllt. Seine Beine waren beide wieder gesund, stark und gleich lang. Er konnte wieder gehen. Er konnte springen. Er konnte tanzen. Er half seiner Tochter beim Auftragen der einfachen Mahlzeit, welche die Herberge anbot: Oliven und K\u00e4se, einige hart gesottene Eier, Gem\u00fcse und Brot. Joshua bat Yiacoub die Mahlzeit zu bezahlen, doch Barrukh bestand darauf, dass sie ihm nichts schuldig seien. Als sie gingen, lie\u00df Yiacoub das Geld jedoch auf dem Tisch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Auf der R\u00fcckreise nach K\u2019far Nahum baten Petros und Yiacoub Joshua ihnen zu erz\u00e4hlen, was in Khotzin geschehen war. Joshua sagte: <strong>\u201eErinnert ihr euch an das Gleichnis \u00fcber das verlorene Schaf, das ich vor einigen Tagen vortrug. Wenn ein Mann hundert Schafe hat und eines von ihnen geht verloren, verl\u00e4sst er dann nicht die neunundneunzig gehorsamen in der Herde und geht in die Berge, um das eine, das verloren ging, zu suchen? Und wenn er es findet und es in die Herde zur\u00fcckbringt, hat er dann nicht mehr Freude an dem einen Schaf, das er gefunden hat, als an den neunundneunzig, die nicht verloren gingen? Yiohannan wird euch erkl\u00e4ren, was wir getan haben.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\">Eine Stunde vor dem Sonnenuntergang kamen die Reisenden in K\u2019far Nahum an. Sie gingen in den Tempel, wo Joshua Alaha f\u00fcr seine grenzenlose Barmherzigkeit und Liebe f\u00fcr die ganze Menschheit dankte.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Joshua sieht Unheil auf Distanz. Der Gott-Mensch bringt ein Schaf Namens Akhiezer zur Herde zur\u00fcck. Die Heilung des Gastwirts Barukh Denn der Menschensohn ist gekommen, das verlorene zu suchen und zu retten. 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